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Anzeichen von Depressionen - Welche Symptome gibt es?

Alle Menschen fühlen sich hin und wieder traurig oder bedrückt. Dieser unangenehme Gemütszustand allein deutet noch nicht auf eine echte Depression hin. Eine Depression ist mehr als nur Traurigkeit – es ist eine schwere psychische Erkrankung, die zu starken negativen Gefühlen wie Angst, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühlen führt. Bei schweren Verläufen kann es zum Drang kommen, sich das Leben zu nehmen. Manchmal wird dieser Drang leider in die Tat umgesetzt.

Die Depression kann sich durch Symptome sehr unterschiedlicher Art zeigen: Manche Menschen haben ständig das Gefühl, keinen Antrieb zu haben und fühlen sich apathisch und lethargisch. Andere leiden unter Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit oder Störungen der Konzentration.

Eine Depression ist eine Krankheit mit sehr vielen Gesichtern. Das Sinnbild einer betrübt-nachdenklich dreinblickenden, zumeist jungen Person, ist nicht die Realität dieser schweren Erkrankung.

Erste Anzeichen einer Depression

Die Krankheit beginnt häufig mit unspezifischen Frühsymptomen, die nicht zwingend mit einer psychischen oder konkret einer depressiven Erkrankung assoziiert sein müssen. Diese ersten Symptome können infolge eines externen Ereignisses auftreten (zum Beispiel aufgrund eines Todesfalles im engeren Umfeld) oder ohne identifizierbaren Auslöser beginnen.

Erste Anzeichen einer Depression können sein:
  • Schmerzen, vor allem den Kopf und/oder den Bauch betreffend
  • Gefühl von Kraftlosigkeit und fehlender Energie
  • anhaltende Müdigkeit
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Angstgefühle
  • nachlassende Freude an Aktivitäten, die früher Spaß gemacht haben
  • gedrückte und/oder missmutige Stimmung
  • gedämpfter Appetit
  • Ein- und/oder Durchschlafstörungen
  • verringertes sexuelles Interesse


Da die Beschwerden sehr unspezifisch sind, sind sich die Betroffen oftmals nicht bewusst, dass sie eine schwerwiegende psychische Erkrankung entwickeln. Dies ist der Grund dafür, dass in dieser früheren Phase der Erkrankung zumeist keine therapeutische Hilfe in Anspruch genommen wird.

Die Erkrankten glauben, dass sie sich lediglich in einem Stimmungstief befinden und machen vielleicht äußere Faktoren dafür verantwortlich. So verschlechtert sich der psychische Zustand der Betroffenen immer weiter, langsam, aber merklich – bis schließlich eine Ausprägung der Symptome vorliegt, die dem klinischen Vollbild einer Depression entspricht.

Welche Symptome treten beim Vollbild einer Depression auf?

Wie schon eingangs beschrieben, hat die Depression viele Gesichter. Es ist schwierig, Merkmale zu identifizieren, die mit Sicherheit auf diese Erkrankung schließen lassen. Das liegt daran, dass es verschiedene Varianten der Depression gibt. Hinzu kommt, dass es weitere psychische Erkrankungen gibt, bei denen zwar einzelne Symptome einer Depression auftreten, die in ihrer Gesamtheit unter klinischen Gesichtspunkten jedoch einem anderen Krankheitsbild zuzuordnen sind.

Wenn du an dir selbst oder an einem Menschen aus deinem sozialen Umfeld Veränderungen feststellst, die auf eine depressive Erkrankung hindeuten könnten, solltest du dich mit eigenen Diagnosen zurückhalten und einen Facharzt aufsuchen.

Die korrekte Diagnose einer depressiven Erkrankung und insbesondere die Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern (Differenzialdiagnose) ist eine schwierige und komplexe Angelegenheit, die nur durch eine Fachkraft zuverlässig vorgenommen werden kann.

Wenn du also derartige Veränderungen und Symptome bei dir oder anderen Menschen entdeckst, dann zögere bitte nicht, dir fachkundige Hilfe zu holen oder diese Hilfe anderen anzuraten.

Zumeist gehen mit einer Depression Symptome wie ein stark verminderter Antrieb, Müdigkeit und eine nachlassende Freude an sozialen Begegnungen einher. Diese Symptome der Depression ähneln ihren ersten Anzeichen, doch beim Vollbild sind die jeweiligen Symptome schwerwiegender und ausgeprägter.

Die depressive Grundstimmung, zu der häufig auch Gefühle von Wertlosigkeit und/oder Schuld hinzutreten, ist dabei nicht mit dem Gefühl der Trauer auf ein äußeres Ereignis zu verwechseln. Bei einer schweren Depression kann eines der Symptome der sich wiederholende Impuls zur Selbsttötung sein, zumeist nach anhaltenden Gedankenspiralen, die sich um dieses Thema drehen. Nicht selten werden diese Impulse von manchen Erkrankten leider in die Tat umgesetzt.

Es hat daher seinen Grund, weshalb diese schwere psychische Erkrankung inzwischen als „potenziell lebensbedrohlich“ anerkannt wird.

Insoweit ist es auch wichtig, dass die Erkrankung weiter enttabuisiert wird und über noch immer gängige Vorurteile aufgeklärt wird. Ratschläge wie „Mach doch mal etwas, das dir Freude macht!“ oder „Denk mal positiv!“, die depressiv Erkrankte häufig aus ihrem sozialen Umfeld zu hören bekommen, sind sicher gut gemeint, aber selten geeignet, die schweren Symptome der Erkrankung zu lindern.

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