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Neue Freundinnen finden, wenn der bisherige Kreis kleiner geworden ist

Umzug, neuer Job, ein Kind oder eine Trennung: Der Freundeskreis wird kleiner, weil die Gelegenheiten fehlen, bei denen Freundschaften sonst nebenbei entstehen. Als Erwachsene neue Freundinnen zu finden gelingt deshalb meist nur über wiederkehrende Kontakte, also feste Gruppen, Kurse, ehrenamtliches Engagement oder Plattformen, auf denen du gezielt andere Frauen mit ähnlichen Themen findest, zum Beispiel Helpcity.

PS
Paul Schonnebeck
Gründer von Helpcity, ausgebildeter Krankenpfleger · Aktualisiert am 6. September 2026

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Freundschaften entstehen über wiederkehrende gemeinsame Zeit: rund 50 Stunden bis zur lockeren Freundschaft, über 200 Stunden bis zur engen Freundschaft
  • Feste Gruppen, Kurse und Ehrenamt bringen mehr als einmalige Events, weil du dieselben Menschen wiedersiehst
  • Bei Helpcity siehst du vor dem ersten Kontakt, worüber jemand sprechen möchte, ohne Klarnamen und ohne öffentlichen Feed

Warum es als Erwachsene schwerer wird, neue Freundinnen zu finden

In der Schule oder im Studium bist du über Jahre hinweg jeden Tag denselben Menschen begegnet, ohne dafür eine einzige Verabredung treffen zu müssen. Der Kommunikationsforscher Jeffrey Hall hat 2018 in einer Studie mit über 350 Erwachsenen untersucht, wie viel gemeinsame Zeit eine Freundschaft tatsächlich braucht: rund 50 Stunden für eine lockere Freundschaft, etwa 90 Stunden bis zu dem, was die meisten „Freundin“ nennen würden, über 200 Stunden für eine enge Freundschaft. Gemeinsame Arbeitszeit zählte dabei deutlich weniger als gemeinsame Freizeit, Nachrichten und Social Media trugen kaum etwas bei.

Sobald Ausbildung oder Studium enden, produziert der Alltag diese Stunden nicht mehr von allein. Denn jeder Kontakt außerhalb der Arbeit muss aktiv geplant werden, mit Terminfindung und den üblichen Absagen. Das erklärt, warum sich viele nach einem Umzug, einem Jobwechsel oder der Geburt eines Kindes fragen, wo eigentlich ihre Freundinnen von früher geblieben sind, obwohl sich an ihrer Persönlichkeit nichts geändert hat.

Neben der Zeit gibt es noch einen zweiten Grund. Die Psychologen Menelaos Apostolou und Despoina Keramari haben 2020 in einer Studie mit 622 Erwachsenen aus Zypern und Griechenland untersucht, was neue Freundschaften am ehesten verhindert. Mangelndes Vertrauen führte die Liste an, noch vor Zeitmangel und Introvertiertheit. Bei drei von sechs Faktoren fanden sie Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Weil alle Befragten aus dem griechischsprachigen Raum stammen, lässt sich die Rangfolge nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen. Das deckt sich mit einer einfachen Beobachtung: Freundschaften aus der Schulzeit sind über viele kleine, wiederholte Begegnungen gewachsen, bei denen Vertrauen nebenbei entstanden ist. Als Erwachsene fehlt dieser Vorlauf oft, und der erste Schritt auf eine fremde Person zu, ohne gemeinsame Vorgeschichte, fühlt sich deshalb schwerer an als früher.

Wo du als Erwachsene neue Freundinnen kennenlernen kannst

Die folgenden Wege haben eines gemeinsam: Sie bringen dich wiederholt mit denselben Menschen zusammen, ohne dass du jedes Mal neu planen musst.

  • Sport- und Laufgruppen mit festem Wochentermin, etwa ein Lauftreff oder eine Yoga-Gruppe
  • Volkshochschulkurse und mehrwöchige Workshops
  • Ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel im Tierheim oder in der Nachbarschaftshilfe
  • Interessengruppen wie Lesekreise, Kochrunden oder Handarbeitstreffen
  • Nachbarschaftsinitiativen und lokale Gruppen für dein Viertel
  • Plattformen, die Menschen über gemeinsame Themen statt über einen öffentlichen Feed zusammenbringen, zum Beispiel Helpcity

Gruppe von Frauen lacht gemeinsam bei einem Treffen im Freien

Ein Lauftreff, der jeden Dienstag stattfindet, bringt dich mit denselben fünf Menschen in drei Monaten weiter als zehn einmalige Events. Was in fast allen dieser Wege trotzdem bleibt, ist der erste Schritt: Du musst auf jemanden zugehen, den du noch nicht kennst. Genau dort setzt Helpcity an, weil du bereits weißt, worüber die andere Person sprechen möchte, bevor ihr euch das erste Mal schreibt.

Freundinnen finden mit 30, mit 40 und mit 50

Dass es mit den Jahren weniger werden, ist messbar. Ein Forschungsteam um Kunal Bhattacharya und Robin Dunbar hat 2016 Mobilfunkdaten von mehreren Millionen Menschen ausgewertet. Die Zahl der Kontakte erreicht demnach um das 25. Lebensjahr ihren Höchststand, nimmt danach ab und stabilisiert sich erst wieder gegen Ende der Vierziger. Die Wege ähneln sich also über die Jahrzehnte, der Ausgangspunkt unterscheidet sich deutlich. Mit Anfang dreißig verlaufen Lebenswege oft zum ersten Mal auseinander. Eine zieht weg, eine bekommt Kinder, eine arbeitet siebzig Stunden. Freundschaften enden dabei selten, sie werden nur seltener, und das trifft meist beide Seiten gleichzeitig.

Mit vierzig ist der Kalender in der Regel das größte Hindernis, nicht die Gelegenheit. Wer Beruf und Familie trägt, findet keine freien Abende, sondern muss sie einplanen. Praktisch heißt das, feste Termine zu suchen statt spontaner Treffen: ein Kurs, der jede Woche zur selben Zeit stattfindet, funktioniert besser als eine offene Verabredung, die immer wieder verschoben wird.

Mit fünfzig ändert sich die Lage oft durch einen Einschnitt: Kinder ziehen aus, eine Beziehung endet, der Beruf verändert sich. Gleichzeitig wird verfügbare Zeit wieder mehr. Wer in dieser Phase neu anfängt, hat den Vorteil, dass es weniger darum geht, sich zu beweisen. Was Freundschaft trägt, ist in jedem Alter dasselbe: dieselben Menschen wiederholt zu sehen und irgendwann den Schritt zur eigenen Verabredung zu machen.

Wie Helpcity dabei konkret helfen kann

Zwei Frauen sitzen in einem Café und unterhalten sich lachend

Helpcity ist keine Dating-App und kein soziales Netzwerk mit öffentlichem Feed. Zentrale Einheit ist ein persönliches Inserat: Du beschreibst, welche Themen, Herausforderungen oder Interessen dich gerade beschäftigen, und legst fest, ob du dich eher austauschen oder eher helfen möchtest. Andere sehen dieses Thema, bevor sie dir schreiben, nicht nur ein Profilbild.

Über die Filter kannst du gezielt nach Geschlecht suchen, wenn du speziell mit anderen Frauen ins Gespräch kommen möchtest, über Umgebung oder deutschlandweit, über Alter und über Stichworten zu deinen Interessen. Die Anmeldung läuft über Geburtsdatum, einen frei wählbaren Nutzernamen, Geschlecht und Wohnort, du brauchst also keinen Klarnamen.

Nach der Registrierung erstellst du dein Inserat, danach ist dein Profil sichtbar und du siehst passende Profile anderer Nutzerinnen und Nutzer. Der Kontakt läuft über Chat, ganz ohne öffentlichen Feed.

Was das für dich bedeutet

  • Vor dem ersten Kontakt siehst du, worüber jemand sprechen möchte, statt bei null anzufangen.
  • Es gibt keinen öffentlichen Feed, den andere mitlesen können.
  • Einen Klarnamen brauchst du nicht.
  • Der Text-Chat ist für alle kostenlos.
  • Du kannst jederzeit blockieren oder einen Chat melden, wenn sich ein Kontakt falsch anfühlt.

Wenn ihr euch gefunden habt, hilft ein zweiter, dritter und vierter Kontakt mehr als ein perfektes erstes Gespräch. Deshalb verabredet lieber gleich einen nächsten Termin, statt auf eine spontane Gelegenheit zu warten, die im Alltag oft nicht von selbst kommt.

Häufig gestellte Fragen

Ist es mit 40 oder 50 zu spät, neue Freundinnen zu finden?

Nein. Was sich mit dem Alter ändert, sind die Gelegenheiten, nicht die Fähigkeit, Freundschaften zu schließen. Mit vierzig ist meist der Kalender das Hindernis, weshalb feste wiederkehrende Termine besser funktionieren als spontane Verabredungen. Mit fünfzig wird häufig wieder mehr Zeit frei, oft nach einem Einschnitt wie dem Auszug der Kinder.

Ist Helpcity eine Dating-App?

Nein. Helpcity ist auf den Austausch zu Themen, Herausforderungen und Interessen ausgerichtet, nicht auf romantisches Kennenlernen. Über den Geschlechts-Filter kannst du gezielt nach anderen Frauen suchen, wenn dir das wichtig ist.

Ich bin eher introvertiert, passt das trotzdem?

Ja. Der erste Schritt fällt vielen introvertierten Menschen schwer, weil er ohne Kontext auf eine fremde Person zugeht. Bei Helpcity siehst du vorher, worüber jemand sprechen möchte, wodurch der Einstieg weniger wie ein Sprung ins kalte Wasser wirkt.

Wie schnell merke ich, ob es funktioniert?

Rechne nicht mit einem einzelnen Gespräch. Nach der Forschung von Jeffrey Hall braucht eine tragfähige Freundschaft eher mehrere Treffen über Wochen als ein gutes erstes Gespräch. Wenn du jemanden dreimal getroffen hast und noch nicht viel passiert ist, bist du trotzdem auf einem normalen Weg dorthin.

Wie sicher ist es, online neue Menschen kennenzulernen?

Du kannst jedes Profil und jeden Chat über das Menü melden, außerdem Nutzer:innen blockieren. Ein hundertprozentiger Schutz lässt sich damit nicht garantieren, aber du hast jederzeit die Möglichkeit, einen Kontakt zu beenden oder zu melden.

Was kostet Helpcity?

Die Grundfunktionen, darunter das Erstellen eines Inserats und der Text-Chat, sind kostenlos. Mit Helpcity Hero lassen sich zusätzliche Funktionen freischalten, etwa mehr angezeigte Profile oder Sprachnachrichten im Chat.

Für welche Lebensphase ist diese Seite gedacht?

Für jede Situation, in der sich dein Freundeskreis verkleinert hat, sei es durch einen Umzug, einen neuen Job, die Geburt eines Kindes oder eine Trennung. Ein bestimmtes Alter ist dafür keine Voraussetzung.

Der unangenehmste Teil ist meistens der erste Schritt, unabhängig davon, ob du dich für einen Kurs anmeldest oder ein Inserat schreibst. Der Rest ergibt sich eher aus Wiederholung als aus dem perfekten ersten Gespräch.

Wenn dein Freundeskreis gerade komplett weggebrochen ist, findest du die Schritte für den Neuanfang auf unserer Seite Ich habe keine Freunde: Was du jetzt tun kannst.

Quellen

  • Hall, J. A. (2018): How many hours does it take to make a friend? Journal of Social and Personal Relationships, 36(4), 1278–1296. Befragung von 355 Erwachsenen nach einem Umzug sowie einer Studierendenstichprobe.
  • Apostolou, M. & Keramari, D. (2020): What prevents people from making friends. A taxonomy of reasons. Personality and Individual Differences, 163, 110043. Befragung von 622 Personen aus Zypern und Griechenland; wichtigster Faktor war mangelndes Vertrauen.
  • Bhattacharya, K., Ghosh, A., Monsivais, D., Dunbar, R. I. M. & Kaski, K. (2016): Sex differences in social focus across the life cycle in humans. Royal Society Open Science, 3, 160097. Auswertung von Mobilfunkdaten zur Größe sozialer Netzwerke über die Lebensspanne.
  • Roberts, S. G. B. & Dunbar, R. I. M. (2011): The costs of family and friends. An 18-month longitudinal study of relationship maintenance and decay. Evolution and Human Behavior, 32, 186–197.

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