Die 5 Phasen der Depression und woran du sie erkennst

Vielleicht wurdest du in deinem Leben auch bereits mit Situationen konfrontiert, in denen einiges nicht so verlief, wie du es dir erhofft hast. Schnell erscheint alles grau in grau, wertlos, sinnlos und überhaupt ist alles „Tun“ für die „Katz“ – man ist an diesem Punkt wahrscheinlich enttäuscht über vieles und in schlimmsten Fall sogar deprimiert oder zumindest fühlt man sich niedergeschlagen.

Sofern es sich bei dieser deprimierenden Niedergeschlagenheit lediglich nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt, kannst du dieses „Gefühl“ als eine Art weitere Lebenserfahrung abtun und für die Zukunft daraus lernen. Sollte sich diese Stimmung jedoch über einen längeren Zeitraum hinwegziehen, kann es sich unter Umständen bereits um eine aus medizinischer Sicht vorhandene Gemütskrankheit handeln – oder eine werden.

Wo liegt der Unterschied zwischen deprimiert und Depression?​

Wenn du mal in eine Lebensphase gerätst, die nicht so läuft, wie du es dir erhofft oder gewünscht hast, kann das durchaus deprimierend sein. Vielleicht durch das Ableben eines geliebten Menschen, den Verlust seines Jobs, in der Partnerschaft läuft es nicht so, wie es sollte und vieles mehr. Dann scheint vieles erst einmal in hohem Maße grau und nutzlos.

Nach einer kurzen Zeit sollte dieses Gefühl jedoch verblassen und du solltest wieder Energie und Lebensmut finden, die anfänglich ausweglose Situation zu überwinden und geeignete Lösungen zu finden. Kurz gesagt handelt es sich bei einem „deprimierten Zustand“ um einen vorübergehenden – er ist folglich nicht von Dauer und belastet dein alltägliches Leben nicht bis aufs äußerste.

Eine Depression hingegen ist aus medizinischer Sicht eine ernst zu nehmende Krankheit, die du auf alle Fälle professionell behandeln lassen musst. Eine Gemütsstörung kann folglich nicht mit einer vorübergehenden Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit verglichen werden, die nach einer überschaubaren Zeit vergeht.

Ebenso wird eine Gemütsstörung dein Tagesablauf stark beeinflussen – sei es in der Partnerschaft, im Job oder anderswo. Eine Gemütsstörung im medizinischen Sinne von einer vorübergehenden „Deprimiertheit“ zu unterscheiden kann etwas schwierig werden, solltest du den Unterschied nicht richtig einordnen können. Schließlich kann aus „deprimiert sein“ unbemerkt eine Depression entstehen.

Wie macht sich eine Depression bemerkbar?

Um diese Art der Erkrankung richtig zu diagnostizieren, bedarf es eines Experten auf diesem Gebiet. Folgende Anzeichen können dir jedoch eine Hilfestellung bieten, rechtzeitig Rat und Hilfe aufzusuchen. Anzeichen können sich folglich durch

  • Schlafstörungen,
  • Reizbarkeit,
  • Lustlosigkeit,
  • schwankende Stimmungslage,
  • ständige Müdigkeit,
  • sexuelle Lustlosigkeit,
  • allgemeine Schmerzen und
  • Appetitlosigkeit sein.


Des Weiteren werden gemütskranke Menschen nicht selten von Angstgefühlen begleitet. Diese beziehen sich etwa auf

  • Angst, in allen Lebenssituationen zu scheitern oder zu versagen,
  • Angst vor der Zukunft,
  • Angst vor Unfällen,
  • Angst, von der Gesellschaft nicht akzeptiert zu werden,
  • Minderwertigkeitsgefühle, Selbstzweifel und/oder Schuldgefühle.


Diese Gefühlswahrnehmungen können sogar so weit ausgeprägt sein, dass für die Betroffenen das Leben keinen Sinn mehr ergibt und Selbstmordgedanken aufkommen, die im schlimmsten Fall sogar umgesetzt werden.

Die 5 Phasen der Depression

  • Phase 1: In der ersten Phase entstehen negative Gedanken.
  • Phase 2: In der zweiten Phase können Veränderungen im Appetitgefühl aufkommen.
  • Phase 3: In der dritten Phase können Schlafstörungen auftreten.
  • Phase 4: In der vierten Phase entstehen Schuldgefühle sowie Selbstvorwürfe.
  • Phase 5: In der letzten Phase können Selbstmordgedanken aufkommen und sogar umgesetzt werden.

Welche Schweregrade der Depression existieren?

Unterschieden wird zwischen einer leichten, einer mittleren und einer schweren Depression. Wann welcher Schweregrad zu tragen kommt, ist wiederum davon abhängig, welche Haupt- und Nebensymptome vorhanden sind. Folglich wird zwischen drei Schweregrade unterschieden.

  • Eine leichte Gemütsstörung liegt vor, wenn zwei Hauptsymptome und zwei Nebensymptome vorliegen und diese mehr als zwei Wochen andauern.
  • Eine mittlere Gemütsstörung liegt vor, wenn zwei Hauptsymptome und drei bis vier Nebensymptome vorliegen und diese mehr als zwei Wochen anhalten.
  • Eine schwere Gemütsstörung liegt vor, wenn drei der Hauptsymptome und mindestens vier Nebensymptome vorliegen und ebenfalls mehr als zwei Wochen andauern.


Hierbei ist zu beachten, dass sich nicht jede Form einer Gemütsstörung auf die gleiche Art und Weise bemerkbar macht. Je nach Mensch können sich die Symptome folglich unterschiedlich bemerkbar machen.

Die Symptome einer Depression

Was sind Hauptsymptome einer Depression?

Es existieren zwei Hauptsymptome bei einer Depression:

  • Gedrückte und depressive Stimmung.
  • Interessen- und/oder Freudlosigkeit.
Was sind Nebensymptome einer Depression?

Nebensymptome oder auch Zusatzsymptome wären folgende:

  • Eingeschränkte Konzentration und Aufmerksamkeit.
  • Schlafstörungen.
  • Appetitstörungen (Gewichtsverlust oder Zunahme).
  • Erschöpftheit / Müdigkeit / Antriebslosigkeit.
  • Hoffnungslosigkeit.
  • Mangelndes Selbstwertgefühl sowie Schuldgefühle.
  • Hemmungen.
  • Innere Unruhe / Unfähigkeit, sich zu entspannen.
  • Suizidhandlungen oder Suizidgedanken.

Brauchst du jemanden zum reden?

Finde jetzt den passenden Austausch für dich.
Helpcity, das soziale Netzwerk für digitale Selbsthilfe.

Das könnte dich auch interessieren

Anzeichen einer Depression

Eine Depression ist mehr als nur Traurigkeit – es ist eine schwere psychische Erkrankung, die zu starken negativen Gefühlen wie Angst, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühlen führt.

Mehr »

Die vielen Gesichter der Depression

Es gibt viele verschiedene Arten von Depressionen. Die Symptome können von relativ mild (aber behindernd) bis sehr schwer reichen. Daher ist es hilfreich, die verschiedenen Erkrankungen und ihre spezifischen Symptome zu kennen.

Mehr »

Sucht und Depression – Warum sie oftmals miteinander einhergehen

Eine Depression geht mit immensem Leidensdruck einher. Es ist daher verständlich, dass viele depressive Menschen zu Suchtmitteln greifen. Das Problem: Suchtmittel lösen keine Probleme. Oft verschlimmern sie die depressive Symptomatik sogar. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass Betroffene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Mehr »