Man spricht von einer depressiven Phase, wenn über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen die Stimmung gedrückt ist. In dieser Zeit ist die Fähigkeit sich zu freuen, Interesse zu zeigen oder sich zu konzentrieren häufig ebenfalls beeinträchtigt. Auch Antriebslosigkeit, das Gefühl von innerer Leere sowie Schlafproblemen können mit auftreten. Das Ausmaß dieser negativen Gefühle ist dabei im Vergleich zu sonstigen Stimmungstiefs sehr ausgeprägt und halten meist die ganze Zeit über unabhängig von äußeren Einflüssen an. Betroffene ziehen sich gerne zurück, da der Besuch von Freunden und Familie übermäßig Kraft kostet, was das Seelentief nur noch verstärkt. Oft kommen dann Selbstzweifel und Ängste mit auf. 

Weitere mögliche Begleitsymptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit
  • unerklärliche Magen-Darm-Beschwerden
  • Hautveränderungen
  • Nervosität
  • Reizbarkeit

Ursachen depressiver Phasen 

Jeder Mensch kann eine Depression entwickeln. Hier können ganz verschiedene Faktoren mit reinspielen und die Entwicklung begünstigen. Unter anderem spielen unsere Gene, unser soziales Umfeld, aber auch Stress oder ein geringer Selbstwert eine Rolle. Ebenso können belastende Lebensereignisse eine depressive Phase auslösen. Bei manchen Menschen spielen auch Mond- oder Jahreszyklen eine Rolle. 

In der Regel werden depressive Phasen durch mehrere Faktoren ausgelöst. Man kann sich den menschlichen Körper wie ein Fass vorstellen. Wenn dieses Fass durch negative Einflüsse bereits gut gefüllt ist, kann es schnell zum Überlaufen gebracht werden. Dann reicht häufig schon ein Tropfen auf dem heißen Stein aus. 

Was kann bei depressiven Phasen helfen?

  1. Nimm Kontakt zu Menschen auf, die diese Phasen kennen

Auch, wenn es dir so vorkommen mag: Du bist nicht alleine. Vielen deiner Mitmenschen geht oder ging es ähnlich wie dir. Suche den Kontakt zu ihnen. Du wirst sehen: Du wirst dich gleich besser fühlen, wenn du merkst, dass du nicht alleine bist. Allgemein helfen dir soziale Kontakte. Selbst, wenn dir nicht danach ist: Bemühe dich, trotz deines Stimmungstiefs den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten. 

  1. Tu dir etwas Gutes

Vielleicht fällt dir gerade nichts Gutes ein, weil alles trist und dunkel wirkt. Aber denke einmal in Ruhe darüber nach, was dir eine Freude bereitet. Vielleicht dein Lieblingsessen oder die Limonade, die du als Kind geliebt hast? Vielleicht hast du einen Lieblingsfilm, den du schon lange mal wieder anschauen wolltest? Tu dir selbst etwas gutes und versuche, es zu genießen. Es ist vollkommen okay, für einen Moment wieder Freude zu empfinden.

  1. Lerne deine depressiven Phasen kennen

Wissen ist Macht: auch bei depressiven Phasen ist hier etwas Wahres dran. Gestehe dir ein, dass es dir gerade nicht so gut geht, akzeptiere diese Phase deines Lebens. Wenn dir das gelingt, wird es schon viel von seiner Macht verlieren. Versuche herauszufinden, wann die Beschwerden stärker und wann schwächer werden. Was könnten mögliche Auslösepunkte sein? Welche Menschen tun dir vielleicht nicht gut – oder tun dir besonders gut? Hier hilft es ein Tagebuch zu führen, in dem du täglich einträgst, was du fühlst, denkst und machst. 

  1. Sprich mit einem Experten

Wenn all das nichts hilft und die depressive Phase nicht besser wird, dann scheue dich nicht, dir Unterstützung bei einem Experten zu suchen. Das ist vollkommen in Ordnung. Denke daran, dass es vielen Menschen so geht. 

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