Jeder kennt sie: Die Gedanken, dass man etwas nicht gut genug gemacht hat, dass man selbst nicht gut genug ist. Manchmal ist es unser Aussehen, manchmal unser Verhalten und manchmal unsere Gedanken, die uns in die Selbstkritik stürzen. Bis zu einem gewissen Punkt kann Selbstkritik förderlich sein; gefährlich wird es jedoch, wenn unser Selbstwertgefühl sinkt und gelegentliche Selbstkritik zu Selbsthass überschwingt.

Die Negativspirale durchbrechen

Ein ausgeprägter Selbsthass ist ein interner Konflikt mit der eigenen Person. Beim Selbsthass ist die Wahrnehmung dabei nur noch auf die eigenen Schwächen, Fehler und Unzulänglichkeiten gerichtet. Betroffene sind dabei oft in einer Abwärtsspirale der eigenen Gedanken und negativen Emotionen gefangen. Das führt zu einem Teufelskreis, der den Selbsthass immer weiter verstärkt.

Die Ursachen für eine ausgeprägte Selbstkritik können dabei sehr unterschiedlich sein. Oft sind es zu hohe Erwartungen, die bereits als Kind an uns gestellt wurden und denen wir nie gerecht werden konnten. Auch gewisse Krisenphasen können dazu beitragen, dass das Selbstwertgefühl einer Person langfristig gestört wird und zu Selbsthass führt. Wichtig ist es, zu erkennen, dass man sich gerade in einer Negativspirale befindet. Nur dann kann sie auch durchbrochen werden.

Symptome und Anzeichen von Selbsthass

Selbsthass äußert sich nicht zwangsläufig durch eindeutige Symptome. Es gibt jedoch Anzeichen, die auf ein gestörtes Selbstwertgefühl hinweisen können:

·         mangelndes Selbstbewusstsein

·         Starke Schuldgefühle

·         Viele Ängste

·         Negative Gedanken

·         Selbstschädigendes Verhalten

5 Tipps für ein stärkeres Selbstwertgefühl

Der erste Schritt, Selbsthass und anhaltende Selbstkritik hinter sich zu lassen, ist der Wunsch, etwas zu ändern. Folgende Tipps können helfen, eine bessere Verbindung zu der eigenen Person aufzubauen:

1.   Machen Sie sich Ihrer Stärken bewusst

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist es, sich die eigenen Stärken aufzuzeigen. Keine Sorge: Jeder von uns besitzt welche: Nehmen Sie sich ein Stück Papier und notieren Sie alles, was sie gut können. Vielleicht sind Sie ein guter Zuhörer? Oder gut im Streit schlichten? Fragen Sie bei Freunden und Familie nach, was Sie ihrer Meinung nach ausmacht.

2.   Umgeben Sie sich mit den richtigen Menschen

Ein häufiger Grund für ein schlechtes Selbstwertgefühl ist der Umgang mit den falschen Menschen. Suchen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld ganz bewusst danach aus, Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Und seien sie im Notfall knallhart: Mit Menschen, die Sie runterziehen, sollten Sie keinen Umgang pflegen.

3.   Finden Sie Gründe für Ihren Selbsthass

Es ist wichtig, herauszufinden, woher der Selbsthass kommt. Was löst die negativen Emotionen aus? Gibt es bestimmte Situationen, in denen es Ihnen besonders häufig schlecht geht? Versuchen Sie diese Situationen zu analysieren. Nur so können Sie im nächsten Schritt die negativen Erfahrungen hinter sich lassen und damit abschließen.

4.   Hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen

Gerade in unserer modernen Welt scheint es ein Ding der Unmöglichkeit. Aber bitte versuchen Sie es trotzdem: Sie sollten sich nicht mit anderen Menschen vergleichen. Egal, wie toll ihr Instagram-Account, wie fröhlich ihr Lächeln, wie hübsch ihre Kleidung sein mag. Denken Sie immer daran: Nur, weil etwas heller strahlt, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie weniger strahlen. Konzentrieren Sie sich auf sich selbst – und auf Ihre Stärken.

5.   Akzeptieren Sie sich selbst

Ihr Erfolg hängt stark damit zusammen, ob Sie es schaffen, sich wieder selbst zu akzeptieren. Und zwar genau so, wie Sie sind. Mit all Ihren Stärken und all Ihren Schwächen. Nehmen Sie sich dafür Zeit. Es kann dauern, bis es Ihnen gelingt, Ihre verzerrte Wahrnehmung zu ändern. Fangen Sie daher klein an, zum Beispiel damit, sich jeden Tag drei Dinge zu sagen, die Sie gut gemacht haben, auf die Sie stolz sein können. Das kann etwas ganz kleines, Unbedeutendes sein. Wichtig ist nur, dass Sie es täglich machen. Sie werden sehen: Nach einiger Zeit werden sich alte Denkmuster zum Positiven verändern. 

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