Psychologische Psychotherapeutin Cleo Meudt

Expertinnenanfrage April 3

Ich bin Psychotherapeutin und Beraterin aus Leidenschaft und mit vollem Herzblut. Besonders wichtig für mich ist dabei eine authentische, ehrliche und sichere Begleitung für meine Klient:innen zu sein. Ich glaube fest daran, dass der Weg zur Veränderung oft durch mutige Schritte über die eigenen Grenzen hinaus führt. Ich begleite meine Klient:innen dabei Themen und Emotionen zu bewältigen, die unbequem sind, manchmal sogar mit Angst oder Scham besetzt, aber ein wichtiger Schlüssel zu tiefgreifenden Veränderungen darstellen.

In unserer Gesellschaft werden Emotionen oft als das Gegenteil von Rationalität angesehen und negativ bewertet. Früh lernen wir, zumindest einige unserer Emotionen zu unterdrücken. Dabei sind Emotionen wichtige Hinweisgeber über unsere psychischen Bedürfnisse, vergleichbar mit Hunger, Durst und Müdigkeit, die uns Hinweise über unsere körperlichen Bedürfnisse geben. Wenn wir lernen, uns und unsere Emotionen zu akzeptieren, liebevoll damit umzugehen und die Bedürfnisse dahinter ernst zu nehmen, sind wir gut gewappnet für Hindernisse und Stress von außen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es oft hilfreich, die eigene Biographie zu betrachten. Welche Regeln über Verhalten und Emotionen habe ich in der Vergangenheit gelernt? Wie wirken sie sich auf meine aktuellen Probleme aus? Sind sie noch sinnvoll und gültig? Wie kann ich diese Regeln verändern, welche Fähigkeiten brauche ich, um die Bedürfnisse dahinter zu erfüllen? Kann ich zum Beispiel Wut spüren und gleichzeitig eine entsprechende Grenze setzen, oder unterdrücke ich Wut, um Konflikten aus dem Weg zu gehen?

In meiner Arbeit setze ich eine Vielzahl von Methoden ein, darunter kognitive Verhaltenstherapie, ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie), Arbeit mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen (wie zum Beispiel dem inneren Kind), Metaphern und einen körperfokussierten Ansatz (Embodiment Ansatz). Durch diesen ganzheitlichen Ansatz unterstütze ich meine KlientInnen dabei, ihre persönlichen Herausforderungen zu meistern und ein erfülltes Leben zu führen.

Schwerpunkte
  • Ängste
  • Depressive Stimmung
  • Übergewicht/ Essanfälle
  • Selbstwertprobleme
  • Beziehungsprobleme
  • Bewältigung einer Trennung
  • Einsamkeit
  • Verlust/ Trauer
  • Burnout
  • Psychologische Vorbereitung auf bariatrische Operationen 
Therapiemethoden
  • Methoden aus der Verhaltenstherapie mit Schwerpunkt auf Emotionsarbeit, Schematherapie/ Anteilearbeit/ Achtsamkeit
Wieso hast du dich für diesen Beruf entschieden?
 

Bereits früh habe ich bemerkt, dass Menschen sich mir gut öffnen können und ich einen stabilen Halt für meine Mitmenschen bieten kann. Es hat mich so sehr interessiert, wie unsere Psyche funktioniert, wie psychische Erkrankungen entstehen und behandelt werden können, dass ich mich für das Psychologie Studium und die folgende Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin entschieden habe. 

Welche Erfahrung in deinem Beruf hat dich am meisten geprägt? Und warum?

Jede:r Klient:in prägt mich und meine Arbeit, da jeder Behandlungs- und Beratungsprozess individuell ganz unterschiedlich ist. Besonders berührt es mich jedoch, wenn der Punkt kommt, an dem ehemals schwierige Dinge, wie zum Beispiel Grenzen setzen oder freundlich mit sich umzugehen, plötzlich einfach werden, die hart erarbeiteten Veränderungen der/ dem Klient:in Spaß machen und eine Aufwärtsspirale entsteht. Das ist immer wieder ein ganz besonderer Moment. 

 
Würdest du sagen, dass ein Netzwerk, bei dem es genau um diese gegenseitige Unterstützung geht, dabei helfen kann, mit herausfordernden Situationen umzugehen?

Auf jeden Fall. Soziale Unterstützung ist ein unglaublich wichtiger Aspekt, wenn es um psychische Gesundheit geht. Ich selbst habe in jungen Jahren eine große Krise erlebt und die Unterstützung von anderen Betroffenen war einer der wichtigsten Faktoren, die mir geholfen haben wieder ein glückliches Leben zu führen. Dafür bin ich heute noch dankbar. Auch bei Klient:innen beobachte ich immer wieder, dass der Austausch und das Gefühl nicht allein zu sein, einen entscheidenen Unterschied macht. Daher ermutige ich immer wieder auch Selbsthilfeangebote in Anspruch zu nehmen. Helpcity bietet, aus meiner Sicht, eine großartige Erweiterung der klassischen Selbsthilfe an. 

Brauchst du jemanden zum reden?

Finde jetzt den passenden Austausch für dich.
Helpcity, das soziale Netzwerk für digitale Selbsthilfe.

Das könnte dich auch interessieren:

Organisation im Fokus – Die StuBe Marburg

Die 60 Psychologiestudierenden der Studentischen Beratung Marburg bieten 5 individuelle online-Beratungssitzungen, kostenlos und deutschlandweit. Die Studierenden sind bereits kurz vor ihrem Bachelorabschluss oder schon im Master und wurden speziell für die Beratungstätigkeit geschult.

Mehr »